EINE WEITERE VERSTECKTE OFFENBARUNG OFFENBART UND EINE VORGETÄUSCHTE HEIRAT. 1842 wollte Joseph Smith Newel K. Whitneys Tochter Sarah Ann Whitney heiraten. Zu dieser Zeit gab er eine spezielle Offenbarung über Polygamie. Orson F. Whitney erklärte:

„Dieses Mädchen war nur siebzehn Jahre alt, aber sie hatte ergebenen Glauben an die Lehre der Vielehe… Die Offenbarung, die diese Vereinigung gebot und weihte, existiert, obwohl sie nie veröffentlicht worden ist. Sie trägt das Datum vom 27. Juli 1842 und wurde durch den Propheten an den Großvater des Schreibers, Newel K. Whitney, gegeben, dessen Tochter Sarah an diesem Tag die verheiratete Frau Joseph Smiths für Zeit und Ewigkeit wurde.“ (The Contributor, Bd. 6, Nr. 4, Januar 1885, S. 131)

Diese Offenbarung wurde von den Mormonenführern unterdrückt, aber 1973 erhielt Michael Marquardt eine maschinengeschriebene Kopie und veröffentlichte sie in seiner Broschüre The Strange Marriages of Sarah Ann Whitney…, Seite 23. In dieser Offenbarung finden wir folgendes:

„Wahrlich, so spricht der Herr zu meinem Diener N. K. Whitney, die Sache, die mein Diener Joseph Smith dir und deiner Familie bekannt gemacht hat und der du zugestimmt hast, ist in meinen Augen richtig… Dies sind die Worte, die du über meinem Diener Joseph und deiner Tochter S. A. Whitney aussprechen sollst. Sie sollen sich an die Hand nehmen und du sollst sagen: Ihr beide stimmt gegenseitig zu, sie beim Namen nennend, euch gegenseitig Gefährten zu sein, so lange ihr beide lebt… Wenn ihr beide dem Bündnis zustimmt und dies tut, gebe ich dich, S. A. Whitney, meine Tochter, Joseph Smith, um seine Ehefrau zu sein… Unsterblichkeit und ewiges Leben sollen hiernach auf eure Häupter für immer und ewig gesiegelt werden.“

Der Leser wird bemerken, dass diese Offenbarung über Polygamie ein Jahr vor derjenigen datiert ist, die in Lehre und Bündnisse veröffentlicht wurde.

Dem Assistierenden Kirchengeschichtsschreiber Andrew Jenson gemäß wurde Sarah Ann Whitney durch Vater Newel K. Whitney mit Joseph Smith verheiratet: „Sarah Ann Whitney, später die Frau von Heber C. Kimball, mit Joseph am 27. Juli 1842 verheiratet, während Vater Newel K. Whitney amtierte.“ (Historical Record, Bd. 6, S. 233-34)

Michael Marquardt entdeckte auch Ablichtungen eines Briefes, der von Joseph Smith selbst geschrieben und an Bischof Newel K. Whitney und seine Frau adressiert war. Der Brief ist sehr interessant, weil Smith die „drei“ bittet – vermutlich Mr. und Mrs. Whitney und ihre junge Tochter Sarah Ann, mit der er heimlich verheiratet war – nachts zu kommen, um ihn zu sehen. In dem Brief macht Joseph Smith es sehr deutlich, dass er nicht wollte, dass sie kämen, wenn Emma, seine erste Frau, anwesend wäre: „…alle drei von euch können in der ersten Nachthälfte kommen und mich sehen,… das einzige, weshalb ihr sorgsam sein müsst, ist, herauszufinden, wann Emma kommt, denn dann seit ihr nicht sicher, aber wenn sie nicht hier ist, besteht vollkommenste Sicherheit… Ich denke, Emma wird heute Abend nicht kommen; gezeichnet euer gehorsamer und liebender Gefährte und Freund. Joseph Smith.“

Unten befindet sich eine Ablichtung der letzten paar Zeilen des Briefes. Der Leser wird Joseph Smiths Unterschrift bemerken.

Seitdem er Ablichtungen dieses wichtigen Briefes in der George-Albert-Smith-Kollektion in der Bibliothek der University of Utah gefunden hatte, hat Michael Marquardt eine sehr bedeutende Forschungsarbeit in Bezug auf diese ganze Affäre vervollständigt. Er hat seine Funde in seiner Broschüre The Strange Marriages of Sarah Ann Whitney to Joseph Smith the Mormon Prophet, Joseph C. Kingsbury and Heber C. Kimball veröffentlicht. Unter anderen Dingen, die Mr. Marquardt entdeckte, befindet sich die Tatsache, dass Joseph Smith tatsächlich eine „vorgetäuschte“ Ehezeremonie zwischen Sarah Ann Whitney und Joseph C. Kingsbury durchführte, so dass seine eigene Beziehung mit ihr nicht bemerkt werden würde. Mr. Marquardt zitiert folgendes aus „The History of Joseph C. Kingsbury”, ein Dokument, das sich jetzt in der Western-Americana-Abteilung der Bibliothek der University of Utah befindet:

„…am 29. April 1843 stimmte ich gemäß Präsident Joseph Smiths Rat & anderer zu, an der Seite von Sarah Ann Whitney zu stehen, um angeblich ihr Ehemann zu werden & wir hatten eine vorgetäuschte Eheschließung zu dem Zweck, die Absichten Gottes in diesen letzten Tagen zu erfüllen, wie es durch den Mund des Propheten Jesaja, Jeremia, Hesekiel und auch Joseph Smith gesprochen wurde & Sarah Ann sollte eine große, herrliche Ehre empfangen & ewiges Leben und ich sollte ebenfalls große, herrliche Ehre empfangen & ewiges Leben nach vollen Wünschen meines Herzens, wenn ich meine Gefährtin Caroline in der ersten Auferstehung haben werde, um sie zu beanspruchen & niemand hat Macht, sie von mir zu nehmen & wir werden beide gekrönt & zusammen im Celestialen Reich Gottes auf den Thron gesetzt werden…“

Mr. Marquardt hat auch herausgefunden, dass Joseph Smith ein Dokument unterzeichnete, in dem er erklärte: „Ich bescheinige hiermit, dass ich an diesem Tage den 29. April 1843 Joseph C. Kingsbury und Sarah Ann Whitney in der Stadt Nauvoo, Illinois, in die Ehe gegeben habe.“ Dass ein Mann, der bekundet, ein Prophet Gottes zu sein, eine „vorgetäuschte“ Eheschließung vollziehen würde, um seine eigene Sünde zu vertuschen, ist fast unglaublich.

In seiner Broschüre geht Mr. Marquardt weiter, und zeigt, dass Sarah Ann Whitney nach Joseph Smiths Tod weiter mit Joseph C. Kingsbury in dieser „vorgetäuschten“ Ehe zusammenlebte – er spricht von ihr als „Sarah, meine angebliche Ehefrau“. Während sie noch bei Kingsbury lebte, heiratete sie Apostel Heber C. Kimball. Sie wurde mit Kimball für die Zeit verheiratet und an Joseph Smith für die Ewigkeit im Nauvoo-Tempel am 12. Jan. 1846 gesiegelt. Der Mormonengelehrte Stanley B. Kimball behauptet, dass es Beweise von einer geheimen Eheschließung an Kimball gibt, bevor die Zeremonie im Tempel vollzogen wurde. Er gibt als Datum den 17. März 1845 an (Heber C. Kimball: Mormon Patriarch and Pioneer, Seite 315). Auf jeden Fall wurde sie schwanger mit Apostel Kimballs Kind, aber sie lebte weiter bei Kingsbury bis das Kind geboren war. Mehr Information über diese Ehen finden Sie in Marquardts Broschüre The Strange Marriages of Sarah Ann Whitney to Joseph Smith the Mormon Prophet, Joseph C. Kingsbury and Heber C. Kimball. Mr. Marquardts Forschung hat die totale Missachtung in den Fokus gerückt, die Joseph Smith für die heiligen Gelöbnisse der Ehe hatte.


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Das Thema Vielehe wird bei den Mormonen tabuisiert, obwohl sie bis Anfang des 20. Jahrhunderts zur zentralen Lehre der Mormonenkirche gehörte.
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