LOUISA BEAMAN

 

Louisa Beaman begegnete Joseph Smith das erste Mal 1834, als Joseph und etliche Missionare in Beamans Heim in Avon, New York, verweilten. Louisas Schwester, Mary, erinnerte sich an den Besuch: „Ich schätzte seine Gesellschaft sehr, seine Unterhaltung war für mich Fleisch und Getränk.“ Einer der Missionare, Parley P. Pratt notierte ebenfalls über diesen Aufenthalt: „Unter denen, deren Gastfreundschaft wir in jener Gegend genossen, befand sich der alte Vater Beeman und seine liebenswerte und interessante Familie. Er war ein guter Sänger und ebenso seine drei Töchter. Wir wurden in ihrer Gemeinschaft sehr erbaut und getröstet…“

Die Familie Beaman schloss sich der Kirche an und zog 1835 nach Kirtland, Ohio, um. Während sie dort waren, starb Louisas Vater im Alter von 62. Inmitten der Kirchenspaltung in Kirtland unternahmen Louisa und ihre Mutter Sarah eine Reise nach Missouri und dann schließlich nach Nauvoo. Kurz nach der Ankunft in Nauvoo starb auch Luisas Mutter, höchstwahrscheinlich an Malaria, die im Umlauf war. Louisa zog mit ihrer Schwester Mary und dem Schwager Joseph Bates Noble zusammen.

Im Herbst 1840 lehrte Joseph Smith Joseph Bates Noble „den Grundsatz der celestialen Ehe oder der Vielehe“, der, wie Joseph es sagte, durch Offenbarung gegeben wurde. Joseph bat dann Noble eine Ehezeremonie zwischen ihm und der 25 Jahre alten Louisa zu vollziehen. Smith warnte auch: „Dadurch, dass ich dies euch offenbart habe, habe ich mein Leben in eure Hände gegeben, deshalb verratet mich nicht in einer schlechten Stunde an meine Feinde.“

Joseph und Louisa wurden am 5. April 1841 verheiratet, „in einem Wäldchen nahe der Hauptstraße in der Stadt Nauvoo, während der Prophet Joseph die Zeremonie diktierte und Brd. Nobles sie ihm nachsprach“, erinnert sich Erastus Snow, Louisas Schwager. Um die Geheimhaltung der Vereinigung zu unterstützen trug Louisa als Verkleidung den Hut und den Mantel eines Mannes. Joseph Bates Noble erinnerte sich, dass das Paar nach der Zeremonie ihre Hochzeitsnacht verbrachte, „direkt auf der anderen Seite des Flusses in meinem Haus“. Noble sagte, dass er sie dazu ermutigte, „die Lichter auszublasen und ins Bett zu gehen, und dann werdet ihr dort sicherer sein“.

Nach Joseph Smiths Tod heiratete Louisa Brigham Young. Louisa gebar von Young fünf Kinder, von denen alle ihr im Tod vorausgingen. Tragischerweise starb Louisa im Alter von 35 an Brustkrebs.

Viele Jahre lang wurde Louisa Beaman weit verbreitet als die erste Vielehefrau Joseph Smiths angesehen. 1852 wurde die Stadt, die jetzt als Parowan, Utah, bekannt ist, Fort „Louisa“ getauft. Gemäß John D. Lee geschah dies „zu Ehren der ersten Frau, die dem Licht und der Stimme der Offenbarung lauschte - & dem Siegel des Bundes Gehorsam leistete… durch diesen noblen Akt wird ihr Name in ehrenhaftem Gedächtnis der Geschichte der Heiligen behalten.“

 

 

Das Thema Vielehe wird bei den Mormonen tabuisiert, obwohl sie bis Anfang des 20. Jahrhunderts zur zentralen Lehre der Mormonenkirche gehörte.
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