ZINA HUNTINGTON JACOBS


1839 kam die Familie Huntington in Nauvoo an, zusammen mit Tochter Zina. Innerhalb von Monaten starb Zinas Mutter an der Malaria-Epidemie, die viele Leben der frühen Nauvoo-Siedler forderte. Ungefähr zur selben Zeit begegnete Zina Henry B. Jacobs, ein gut aussehender und talentierter Musiker, der ihr den Hof machte. Irgendwann während dieser Zeit des Werbens Henry B. Jacobs’ um Zina erklärte Joseph Smith Zina den „den Grundsatz der Vielehe“ und bat sie, eine seiner Frauen zu werden. Zina erinnert sich an den Konflikt, den sie in Bezug auf Josephs Antrag und ihre knospende Beziehung zu Henry spürte: „O lieber Himmel, gewähre mir Weisheit! Hilf mir, den Weg zu wissen. O Herr, mein Gott, dein Wille soll geschehen und mit deinem Arm um mich gelegt, um zu führen, zu schützen und zu leiten…“

Zina lehnte Josephs Antrag ab und entschied sich, Henry zu heiraten. Sie wurden am 7. März 1841 verheiratet.

Zina schrieb später, dass innerhalb von Monaten ihrer Ehe mit Henry „[Joseph] mir eine Nachricht durch meinen Bruder zukommen ließ, der sagte, ‚Sage Zina, ich schob es auf und schob es auf, bis ein Engel mit einem gezogenen Schwert vor mir stand und mir sagte, wenn ich diesen Grundsatz auf Erden nicht einführen würde, dass ich meine Position und mein Leben verlieren würde’“. Joseph erklärte weiter, dass „der Herr es ihm bekannt gemacht hätte, dass sie seine celestiale Frau sein solle“.

Zina entschied sich, diesem Gebot zu gehorchen und heiratete Joseph am 27. Oktober. Sie erinnerte sich später: „Als ich hörte, dass Gott das Gesetz der celestialen Ehe offenbart hatte… erhielt ich für mich selbst ein Zeugnis, dass Gott gefordert hatte, dass diese Ordnung in diese Kirche eingeführt werden sollte… Ich gab ein größeres Opfer als das meines Lebens, denn ich konnte nie wieder erwarten, von denen als ehrenhafte Frau angesehen zu werden, die ich wirklich liebte…“ Zina fährt fort: „Es war etwas zu heiliges, um darüber zu sprechen; es war für mich mehr als Leben oder Tod. Ich sprach es Jahre lang nicht aus.

Zinas erster Ehemann, Henry, wusste von dieser Heirat und sie lebten weiterhin im selben Haus zusammen. Er glaubte, dass „was auch immer der Prophet täte, es richtig wäre, ohne die Weisheit der Autoritäten Gottes dem Verstand von irgendeinem Menschen zu beugen“. Während der nächsten Jahre wurde Henry auf mehrere Missionen nach Chicago, zum westlichen New York und nach Tennessee geschickt. Henry vermisste seine Familie und schrieb oft nach Hause. Einer von Henrys Missionarsmitarbeitern, John D. Lee, sagte: „Henry prahlte mit seiner Frau und seinen zwei Kindern; welch ein treuer, tugendhafter und liebender Mann er doch war. Er betete sie fast an…“

Kurz nach Joseph Smiths Tod im Jahre 1844 heiratete Zina Brigham Young. Im Mai 1846 wurde Henry auf eine Mission nach England geschickt. In Henrys Abwesenheit begann Zina offen als Brighams Ehefrau zu leben und blieb ihr ganzes Leben lang in Utah.

Henry schien mit dieser Situation seinen Kampf zu haben und er schrieb Zina später: „…es ist immer noch dieselbe Zuneigung da… Aber ich fühle mich allein… Ich gebe niemandem die Schuld… möge der Herr, unser Vater, Bruder Brigham segnen… alles hat gemäß dem Gesetz des Celestialen Reiches unseres Gottes Joseph seine Richtigkeit.“

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Das Thema Vielehe wird bei den Mormonen tabuisiert, obwohl sie bis Anfang des 20. Jahrhunderts zur zentralen Lehre der Mormonenkirche gehörte.
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