Nur 2%?

 

Der Mormonenapostel John A. Widtsoe machte folgende Aussage: „Die Praktik der Vielehe… kam durch Offenbarung und Gebot vom Herrn an Joseph Smith zur Kirche… Er selbst praktizierte sie, wie die Frauen, die ihn überlebten, bezeugten,… Jedoch waren ES NUR UNGEFÄHR ZWEI ODER DREI PROZENT der männlichen Bevölkerung, die sie je praktizierten.“ (Joseph Smith – Seeker After Truth, 1951er-Ausg., S. 233)

 

Vor kurzem ist diese Zahl von 2% sowohl von mormonischen als auch von nichtmorminschen Schreibern kritisiert worden. T. Edgar Lyon, ein Mormonenschreiber, kritisierte das Buch Mormonism, Americanism, and Politics, weil es, so wie er es nannte, „die abgenutzte Theorie“ verwendete, dass nur zwei Prozent der Männer die Vielehe praktizierten. Mr. Lyon erklärte: „In Bezug auf das Ausmaß der Ausübung der Vielehe unter den Mormonen wiederholt dieses Buch die abgenutzte Theorie, dass nur zwei Prozent der Männer diese Form der Ehe praktizierten. Nachforschungen der letzten Jahre brachten den Beweis, dass dies falsch ist. Wahrscheinlich WAREN ES ungefähr SECHS- ODER ACHTMAL SO VIELE.“ (The Utah Alumnus, Buchbesprechung von T. Edgar Lyon, Feb. 1962, S.

 

In der Ausgabe von Juli/August 1962 des Utah Alumnus, erklärte Mr. Lyon: „Das Ausmaß, in dem die Vielehe unter den Mormonen praktiziert wurde, lässt wieder Mr. Vetterlis Mangel an richtiger Information und das Versagen, elementare Forschungsarbeit zu leisten, verraten. Sen. Wallace F. Bennett erklärt in seinem Why I am a Mormon (S. 70), dass die Zahl 8 bis 10% beträgt und nicht die oft zitierten 2%. Auf diese Zahl kam Bennett nach ein wenig Nachforschungsarbeit im U.S.-Büro für Volkszählung.“ (Utah Alumnus, Juli/August 1962, S. 14)

 

Stanley S. Ivans machte folgende Aussage im Western Humanities Review: „Neugierigen Besuchern in Utah in den Tagen, als die Polygamie blühte, wurde gewöhnlich gesagt, dass ungefähr ein Zehntel der Leute sie eigentlich praktizierten…

„Von mehr als 6.000 Mormonenfamilien scheinen Skizzen, die in einem riesigen Band veröffentlicht wurden, der 1913 veröffentlicht wurde, zwischen fünfzehn und zwanzig Prozent polygam gewesen zu sein. Und ein Geschichtsbericht aus den Sanpete- und Emery-Grafschaften enthält biographische Aufzeichnungen von 722 Männern, von denen 12,6 Prozent mehr als eine Frau heirateten.

Aus Informationen, die aus allen zur Verfügung stehenden Quellen erhältlich sind, scheint es, dass es eine Zeit gegeben haben mag, als fünfzehn oder wahrscheinlich zwanzig Prozent der Mormonenfamilien Utahs polygam waren.“ (Western Humanities Review, „Notes on Mormon Polygamy“, von Stanley S. Ivins, Bd. 10, S. 230)

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Das Thema Vielehe wird bei den Mormonen tabuisiert, obwohl sie bis Anfang des 20. Jahrhunderts zur zentralen Lehre der Mormonenkirche gehörte.
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